März05

Archiv 2005
Archiv 2004
Archiv 2003
Archiv 2002
Archiv 2001

In eigener Sache:
Haben Sie im Frankenberger Viertel etwas Wichtiges gehört? Haben Sie im Frankenberger Viertel etwas Neues gesehen? Haben Sie einen interessanten Vorschlag?

Lassen Sie es die Bürger rund um den Neumarkt wissen. Sie freuen sich.

Informationen an: Fax: 02 41/5 15 22 44
e-Mail:
Klaus.Wittkamp@t-online.de

Übersicht

"Frankenberger": Ein Dorf in der Stadt

Stadt spendiert neuen Belag

"Zum Fischtreff II"

Vorläufiges Ende eines Traums

"Gesättigt"

Frühstück schon ab sechs Uhr

Frankenberger Viertel: Neue Ideen gesucht

Stadt gibt schlechtes Vorbild

Gebündelt sollte es sein, doch nicht gerodet

RED - das Nichtraucher-Restaurant

Zum Februar 2005

Veranstaltungen

Nächster Stammtisch, Di. 05. April 05, 20.00 Uhr im Pfalzgraf

BerndTrio

*** LIVE *** LIVE *** LIVE *** LIVE *** LIVE *** aachen hat ein neues trio:
bernd weiss (gitarre-gesang)
heiko schulz (contrabass-gesang)
yann le roux (percussion- gesang)
am 29. april 2005 live in der
gaststätte "cocon" lothringerstraße aachen
21.00 uhr
eintritt frei
*** LIVE *** LIVE *** LIVE *** LIVE *** LIVE ***

 

... und was sonst im Viertel passiert ...

Burg Frankenberg: Am 03. 04. 05 , Aachen als Badestadt, Führung um 11.00 Uhr, am 10. 04. , Die Steinzeit, Führung um 11.00 Uhr, am 14. 04., Wir bauen uns eine Stadt, für Kinder ab sechs Jahren, um 15.00 Uhr, am 17. 04., Die Zeit der Karolinger, Führung um 11.00 Uhr, am 24. 04., Klenkes, Karl und Klüngel, Führung um 11.00 Uhr; Café Zuflucht , Zollernstrasse 5: Am 05. 04. und 19. 04., Asylsprechstunde von amnesty international, zwischen 15.00 und 18.00 Uhr; Musikbunker , Kneipe, am 08. 04. Deutsches Popduo, um 20.00 Uhr; Deutscher Kinderschutzbund, Kirberichshofer Weg 27/29: Elterntelefon 08 00/1 11 05 50, Mo., Mi ., 09.00 bis 11.00 Uhr, Di., Do., um 17.00 bis 19.00 Uhr - Kinder-Jugendtelefon Mo. bis Fr. um 15.00 bis 19.00 Uhr, Telefon 08 00/1 11 03 33; Fachberatung für Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten (WABe), Warmweiherstrasse 28: Von Mo. bis Fr., 09.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon 02 41/51 10 63 ; Jugend- und Drogenberatung, Herzogstrasse 4: Telefon 02 41/98 09 20, offene Sprechstunde Mo., um 16.00 bis 18.30 Uhr, Do., um 10.00 bis 12.00 Uhr. (Termine ohne Gewähr) (wtt)

"Frankenberger": Ein Dorf in der Stadt

(Gekürzt aus Super Mittwoch vom 16. März)Viertelsschild150


Aachen - Ungewöhnlich? Fakt ist: Mitten in Aachen präsentiert sich ein Viertel, das seine ganz eigene Identität gefunden hat. Quasi ein Dorf in der Stadt, wobei der Begriff Dorf uneingeschränkt positiv zu verstehen ist.

Es begann alles mit einer Bürgeranhörung zur Neugestaltung des Neumarkts, vor 25 Jahren. Auf der Versammlung wurde Kritik an den Plänen der Stadt geäußert, und schnell fanden sich Anwohner, die nicht nur bereit waren, zu planen sondern auch kräftig anzupacken. "Die Bürgeranhörung war die Initialzündung für unsere Eigeninitiative", erinnert sich Hans-Dieter Jurewicz, "nicht nur für den Neumarkt sondern auch für das ganze Frankenberger Viertel". Jurewicz, seit rund 30 Jahren bekennender Frankenberger, blickt zurück: "Wenn man 1980 als Basis nimmt, dann hat sich schon viel getan."

Die Fakten sprechen für sich: Der Neumarkt wurde und wird nach dem Willen der Anwohner gestaltet, wobei das Engagement der Frankenberger die entscheidende Erfolgs-Komponente war und ist. Ob Spielplatz für Kinder mit großem Sandkasten, ob der seit rund 15 Jahren stattfindende Wochenmarkt am Samstag, die 1997 in Eigenleistung errichtete Boulebahn, ob Informationspunkt am Biergarten oder die Karnevals-Open- Air- Veranstaltung: Alles funktioniert, weil viele Anwohner an einem Strang ziehen.

"Man sieht, wie sinnvoll es ist, die Bürger in Planungen einzubeziehen", stellt Hans-Dieter Jurewicz mit Nachdruck fest, nimmt aber mit seinen Aussagen nicht nur Politiker und Verwaltung sondern auch die Bürger in die Pflicht und betont: "In Zeiten leerer Kassen muss man auch schon mal Eigeninitiative zeigen, man kann nicht nur immer nach dem Staat rufen, wir sind selber der Staat." (ferdi)

Stadt spendiert neuen Belag

(gekürzt aus den Aachener Nachrichten vom 18. März 2005)

Aachen - Das Herzstück des Frankenberger Viertels, der Neumarkt, erhält eine neue Oberfläche. Ausgedient hat damit in Kürze das sandige Kalksteingemisch, das den Platz nach längeren Regefällen regelmäßig in eine Schlammlandschaft verwandelt, dafür aber bei langer Trockenheit um so heftiger staubt.

Im Ausschuss für den Aachener Stadtbetrieb stimmten daher die Vertreter aller Parteien für einen CDU-Antrag, in dem die Ausbesserung der Bodenfläche gefordert wird.

Laut Peter Maier, stellvertretender Leiter des Stadtbetriebs, soll das vorhandene Material der Deckschicht innerhalb der kommenden Wochen abgetragen und durch eine relativ feste Decke aus Kalksteinsplitt ersetzt werden. Aufweichungen seien zwar auch dann nicht ausgeschlossen, tragfähiger als der bisherige Belag sei der Splitt jedoch allemal. Wichtig sei, dass das Wasser einsickern könne und der Platz auch weiterhin als Treffpunkt im Viertel und als Spielfläche tauge. Eine Versiegelung mit Steinen oder Asphalt sei daher gar nicht erst erwogen worden. Der Spielplatz und die Boulefläche sind von der Erneuerung nicht betroffen. Eventuell müssten einige Bänke versetzt werden, sagt Maier. Die Arbeiten sollen so schnell wie möglich begonnen werden. Die Verwaltung rechnet mit vier Arbeitstagen. Die Kosten werden auf rund 5400 Euro geschätzt. (gei)

"Zum Fischtreff II" (12.3.05)

Welches Viertel kann sich rühmen, zwei Fischgeschäfte zu besitzen? Natürlich das Frankenberger. Eröffnet hat nämlich an der Schloßstraße Nummer 4 "Zum Fischtreff II", ein Ableger des Geschäfts auf der Bergischen Gasse, das von manchen im Viertel nicht so recht wahrgenommen wurde. Versprochen sind im neuen Ladenlokal preiswerter und tagesfrischer Fisch, Muscheln, geräucherte und eingelegte Spezialitäten sowie verschiedene Fischsalate. Die warme Küche beschränkt sich auf Filets mit Kartoffelsalat. Geöffnet ist der neue "Treff" Montags bis freitags von 07.00 bis 18.00 und samstags von 07.00 bis 14.00 Uhr. (wtt)

Vorläufiges Ende eines Traums (7.03.05)

Es hätte am 1. März ein sehr problemloser und kurzer Stammtischabend sein können - wenn nicht, ja hätte nicht die betrübliche Mitteilung von Guido Roderburg aus dem Vorstand des Vereins "Musikbunker Aachen e.V." zur Sprache kommen müssen. Der Verein hat "die Planung zum Aufbau eines "Soziokulturellen Zentrums" im Frankenberger Viertel derzeit eingestellt". Die Gründe sind vielschichtig.

Die Finanzierung eines - bei vielen Frankenbergern willkommenen - "Soziokulturellen Zentrums" stellte sich im Verlauf der Planung als immer problematischer heraus: Dazu stellte der Vorstand des Musikbunkers Aachen e. V. fest, dass neben der gesicherten Finanzierung von 80 Prozent Investitionskosten durch das Land NRW noch vier gewichtige Posten aus eigenen Mitteln hätten abgedeckt werden müssen. Es wären gewesen: 20 Prozent Eigenanteil an den Projektmitteln, Einlage der Kulturbunker GmbH, Eigenanteil und Kreditraten zum Bunkerkauf, sowie nicht im Projekt enthaltene Baukosten (Neubauten wegfallender Proberäume).

Wie Guido Roderburg dazu feststellte, wäre ein Teil dieser Gelder über Investoren (z. B. aus dem Gastronomiebereich) hereingekommen. Gefehlt hätten allerdings die entsprechend notwendigen Sicherheiten. Ohne sie ist, "nach eingehenden Abwägungen", das Risiko nicht finanzierbarer, unvorhersehbarer Kosten während der Bauphase des "Soziokulturellen Zentrums" zu groß. Besonders problematisch ist die Tatsache, dass der Wirtschaftsbetrieb des Musikbunkers über längere Zeit hätte ausgesetzt werden müssen. Die Personalkosten wären jedoch - ohne entsprechende Finanzierungssicherheit - weiter gelaufen.

Vorstand und Geschäftsführung des "Musikbunkers Aachen e. V." sind in erster Linie dem Verein gegenüber verpflichtet. Daraus ergibt sich, dass die angeführten Risiken die Existenz des Vereins "massiv bedrohen" könnten. Da der geplante Kauf des Musikbunkers nur durch Bürgschaften seiner Mitglieder möglich wird, erscheinen sowohl dem Vorstand als auch der Geschäftführung die geschilderten Finanzprobleme bei der angedachten Schaffung eines
"Soziokulturellen Zentrums" gegenüber den Vereinsmitgliedern und Bürgen als "nicht zumutbar". Es fehlen schlicht und einfach notwendige Rücklagen.

Schade! Zunächst einmal ist ein schöner Traum geplatzt. Ein "Soziokulturelles Zentrum" hätte das Frankenberger Viertel sicherlich noch weiter aufgewertet.

Der Rest der Tagesordnungspunkte konnte ohne Probleme abgehandelt werden. Auf gutem Weg sind die Vorbereitungen für das Frühlingsfest des Frankenberger Viertels am 22. Mai dieses Jahres. Die Planungen sind fortgeschritten, nötige Anträge können gestellt werden, eine grobe Aufteilung der Verantwortlichkeiten hat stattgefunden und - darauf kann man sich jetzt schon freuen - für gute Unterhaltung und das leibliche Wohl ist gesorgt.

Das - nicht nur im Viertel - beliebte Boule-Eröffnungsturnier auf dem Neumarkt findet am 24. April statt. Erstmals will auch hier die Sparkasse (Filiale Oppenhoffallee) die Frankenberger Boulefreunde - ähnlich wie beim Frühlingsfest - unterstützen. Gespielt wird also unter anderem zum ersten Mal um einen Sparkassen-Pokal.

Wenn alles verläuft - wie angedacht -, können sich die Frankenberger schon jetzt auf einen Abend mit Gospelsongs und Spirituals in der Adventszeit freuen. Ein ehemaliger Frankenberger - Inhaber der Konzertagentur "Penguin Productions" - bot an, ein Vorweihnachtskonzert in "seinem Viertel" zu starten. Voraussetzung sind passende Räumlichkeiten. Interesse angemeldet hat bereits Herz Jesu. Gespräche mit möglichen anderen Interessenten werden sicherlich ebenfalls noch geführt.

Schnell aufgezählt sind die wichtigsten Februar-Ereignisse im Viertel. So scheint der Fortbestand der kompletten Kindergartenbetreuung in Herz Jesu zumindest für 2005 gesichert zu sein (siehe gesonderten Bericht vom 23. Februar auf der Viertelseite). Auch das Kreishaus ist inzwischen eingeweiht worden. Landrat Meulenberg will aber dafür sorgen, dass die Frankenberger noch ausführlicher über eventuelle Nutzungsmöglichkeiten der neuen Einrichtung - auch durch das Viertel - erfahren. Der Termin steht noch nicht fest. Fest steht allerdings der Termin für den nächsten Stammtisch. Er steigt am 05. April 2005 im Pfalzgraf um 20.00 Uhr.

Klaus Wittkamp

"Gesättigt" (7.3.05)

Gegen Dreck und für Grün zwischen Adalbertsteinweg und Oppenhoffallee, Bismarck- und Kongreßstraße setzen sich zwei Jungunternehmer aus der Viktoriastaße mit Engagement und Witz ein. Teilweise mit Erfolg, wie man beobachten kann. Während ihrer jüngsten Befragung trafen die beiden Firmeninhaber der Initiative "Clean Viktoria!" auch auf Hundebesitzer, die sich über die einzige Hundetoilette in der Gegend ärgerten. Das eingezäunte, mit viel Mühe der Stadt abgerungene Stück, speziell für das Beinchenheben und mehr der Bellos aus dem Frankenberger Viertel und darüber hinaus, stinkt nämlich inzwischen gen Himmel. Auf der Webseite der beiden Aktivisten www.cleanviktoria.de steht deshalb auch aufschlußreich zu lesen: "Laut Aussage mehrerer Hundebesitzer ist die einzig öffentliche Hundetoilette in unserer Gegend (Oppenhoff-/Viktoriaallee/straße) regelmäßig so "gesättigt", dass sie es ihren eigenen Tieren nicht zumuten möchten, diese zu benutzen. Das könnte man also auch noch optimieren." Wohl wahr. Hier sollte vielleicht sowohl die Stadt als auch die Hundebesitzer selbst mal häufiger nach dem Rechten sehen und für mehr Sauberkeit und möglicherweise auch einmal für neue Erdaufschüttung sorgen? Wenn die Hunde nicht mehr auf die eigene Toilette wollen, ärgern sich zwangsläufig auch Nichthundebesitzer über die stinkenden "Tretminen" an dafür nicht vorgesehenen Orten. (wtt)

Frühstück schon ab sechs Uhr (7.3.05)

Die Spezialität ist ein deftiges Frühstück mit allem, was das Herz begehrt, schon ab sechs Uhr morgens. Serviert wird es durch die Eigentümerin des Café Dohmen, an der Bismarckstraße 124, die die Verantwortung - nach einigen Jahren Verpachtung - wieder in die eigene Hand genommen hat: "Das Geschäft soll wieder richtig brummen". Besucht werden kann der kleine Frühstücks-Shop Mo., Di., Do., und Fr. von sechs Uhr in der Frühe bis 17 Uhr. An Mittwoch und Samstag wird allerdings schon um 13.00 Uhr abgeschlossen. Wer lieber Süßes zum Kaffee haben möchte, Kuchen und Teilchen gibt es auch, wie auch kalte Getränke zu kaufen. (wtt)

Frankenberger Viertel: Neue Ideen gesucht (05.03.05)

(gekürzt aus Aachener Nachrichten vom 05. März)

"Wir brauchen Ideen; die wir noch nicht haben", sagen Karl Schultheis, SPD-Parteichef, und Elisabeth Paul, Fraktionssprecherin Grüne. Fündig wollen sie im Frankenberger Viertel werden, wo noch in diesem Jahr eine so genannte "Zukunftswerkstatt" eingerichtet werden soll.

Ziel ist es, möglichst viele Bewohner des Viertels, Initiativen und Geschäftsleute an der Gestaltung des Viertels zu beteiligen - ein Modell, das sich nach Ansicht der Politiker im Aachener Ostviertel bereits bewährt hat.

"Wir machen ernst mit unseren Wahlversprechen", betonen Schultheis und Paul in einem gemeinsamen Pressegespräch. So wollen sie neue Methoden ausloten, um Bürger in politische Entscheidungen gen einzubeziehen.

Dabei soll es vor allem um Ideen für die weitere städtebauliche Entwicklung des Viertels, um Verkehrs- und Parkkonzepte oder neue Nutzungsmöglichkeiten etwa der Burg Frankenberg gehen.

Zwar bedauern Schultheis und Paul, dass sich das geplante Millionen-Projekt "Kulturbunker" hinter der Burg "in einer Sackgasse" befindet, "doch deswegen stellen wir das Denken nicht ein".

So bietet auch der Neubau des Justizzentrums oder der Wegfall des Finanzamtes an der Beverstraße neu Chancen für städtebauliche Entwicklungen. Das besondere Profil des Viertels, in dem Wohnen und Arbeiten noch eine Einheit bilden, in dem sich oftmals großzügige Grünflächen hinter den Wohnblocks auftun und in der es eine gesunde Infrastruktur mit vielen Freizeitmöglichkeiten gibt, soll demnach nicht nur gesichert, sondern auch ausgeweitet werden.

Zum besonderen Flair tragen nicht zuletzt die Gründerzeitarchitektur, die alten Baumbestände an 0ppenhoffallee und Viktoriaallee bei. "Das ist ein Pfund, mit dem man wuchern kann", meint Schultheis. Zugleich müsse man sich Gedanken machen, wie die durch parkende Autos gefährdeten Bäume gerettet werden können.

Warum soll nicht zum Beispiel ein Fahrstreifen abgetrennt werden für Anlieger und Parker, während der andere für den Durchgangsverkehr bleibt? In den Niederlanden werde das erfolgreich praktiziert, meint Schultheis, der diese Idee in die "Zukunftswerkstatt" einbringen will.

Man wolle jedoch den Bürgern nichts einfach überstülpen. Statt dessen sollen sich alle Bewohner "rechtzeitig" einbringen und mitreden. Nach einem von der Verwaltung noch zu erarbeitenden Modell sollen erst Ideen gesammelt, dann beraten und schließlich beschlossen werden.

"Das ist ein Aufwand der sich lohnt", glaubt Schultheis. Ermittelt werde eine Art "Gemeinschaftsinteresse" fürs Viertel. "Die Themen werden für uns Leitlinie".

Das Frankenberger Viertel sei ein "sehr aktives Viertel", glauben Paul und Schultheis. Es eigne sich daher besonders gut für eine "Zukunftswerkstadt". Viele Initiativen aber auch sehr engagierte und kompetente Menschen seien dort zu Hause. "Wir werben für diese Methode, aber auch in anderen Vierteln und Stadtbezirken."

Erstmals tagen soll die "Zukunftswerkstatt" spätestens in der zweiten Jahreshälfte. Zunächst aber muss der Stadtrat am 09. März seine Zustimmung geben. Gerald Eimer

 

Frankenberger sollen ihr Viertel mitgestalten (aus der AZ v. 9.3.05)

Aachen. Die Bürger sollen über ihr Viertel mitentscheiden. So wollen es SPD und Grüne und beauftragen für das Frankenberger Viertel deshalb eine Zukunftswerkstatt.

Bewohner, Geschäftsleute und Initiativen sollen ihre Ideen formulieren. «Dieses Viertel ist sehr aktiv, hier leben viele Menschen, die bereit sind, sich zu engagieren», sagen SPD-Unterbezirkschef Karl Schultheis und die Fraktionssprecherin der Grünen, Elisabeth Paul, zugleich direkt gewählte Vertreterin des Viertels im Stadtrat. «Es gibt hier viele Initiativen und viele Kompetenzen.» Die will die Ratsmehrheit nutzen und dabei gleichzeitig die Identifikation der Bürger mit ihrem Stadtteil stärken.

In der Ratssitzung am Mittwoch, 9. März (17 Uhr im Rathaus), stellen die beiden Fraktionen deshalb den Antrag: «Die Verwaltung wird beauftragt, für das Frankenberger Viertel eine Zukunftswerkstatt vorzubereiten und durchzuführen.» Sie wollen Ernst machen mit ihrer Idee eines «neuen Politikstils», sagen Schultheis und Paul. Mit einem Stil der intensiven Bürgerbeteiligung.

«Wir wollen die Bürger nicht nur informell, sondern aktiv in die Entscheidungsprozesse einbinden.» In der Vergangenheit hätten sie da nicht immer glücklich agiert, räumen die beiden ein - zum Beispiel beim Thema Bahnhofstraße. Aber das Frankenberger Viertel soll auch kein Einzelfall bleiben. «So etwas wird auch in Forst oder anderswo gehen.»

Also kommt den Bürgerinnen und Bürgern rund um Oppenhoff- und Viktoriaallee, aber auch bis zu Sophienstraße und Justizzentrum, Gesamtschule, Beverstraße oder Bahnhof Rothe Erde eine Eisbrecherrolle zu.

Und ihr Aufgabenfeld ist ebenso groß wie reich an Möglichkeiten. Was geschieht mit dem Verkehr? Kann man den ruhenden vom fließenden trennen? Gibt es neue Ideen fürs Parken, ohne die Bäume an den Alleen weiter zu gefährden? Was ist die beste Lösung, wenn die Finanzämter ihr Grundstück an der Beverstraße geräumt haben? Gibt es dafür andere Ideen, als eine Nutzung mit etwas Gewerbe und viel Wohnen - auch in Formen, die der älter werdenden Gesellschaft Rechnung tragen? Kann es an Burg Frankenberg und Musikbunker doch ein kulturelles Zentrum geben, und wenn ja in welcher Form und mit welchen Nutzungen von Burg und Bunker? Sollen und können die grünen Innenbereiche der einzelnen Blöcke gesichert werden?

Schnelle Umsetzung

Viele Fragen und Aufgaben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und vor allem ohne Zielvorgabe. «Die Verwaltung soll als Diskussionsbasis einen bestimmten Input geben, aber die Bürger sind frei, ihre Ideen einzubringen und ihre Vorschläge auszuarbeiten.»

Möglichst schnell sollen Verwaltung und Fachbüros ein Konzept entwickeln, wie die einzelnen Bürgermeinungen zueinander kommen und bewertet werden können. Denn in der zweiten Jahreshälfte soll die Werkstatt starten.

Zunächst geht jetzt der Antrag von Rot-Grün in die politische Beratung. Und da ist erste Diskussions-Station der Planungsausschuss.

Von Peter Sellung  (
AZ)
 

Stadt gibt schlechtes Vorbild (05.03.05)

(gekürzt aus Aachener Nachrichten vom 05. März)


Die Anwohner am Neumarkt hatten gestern ein echtes Déjà-vu-Erlebnis: Dort wiederholte sich ein Vorgang, den sie noch aus dem Vorjahr in unschöner Erinnerung hatten. Am Morgen rückten dort einmal mehr die städtischen Schneeräumer an, um dem kleinen, weißen Wintervergnügen im Frankenberger Viertel ein schnelles Ende zu bereiten - und zwar mit reichlich Salzeinsatz.

Ob es sich dabei um Bequemlichkeit, Ignoranz oder doch nur um ein bedauerliches Versehen - wie es die Stadt gestern beteuerte - handelt, ist nicht abschließend zu klären. So oder so aber sind einige Anwohner ziemlich vergrätzt. Mindestens ebenso ärgerlich zeigte sich gestern auch die Grünen-Politikerin Elisabeth Paul.

Sauer sind sie auf Mitarbeiter des Stadtbetriebs, die mit ihrer Schneeräumaktion den Neumarkt für den Wochenmark präparieren wollten. Weil die Marktbeschicker schon in aller Frühe anrücken, wollen sie den Platz bereits einen Tag vorher rutschsicher machen.

Üblicherweise soll dafür allerdings ausschließlich Granulat nicht aber Salz verwendet werden - zumal der Platz einen alten Baumbestand hat. Außerdem gebe es einen Grundsatzbeschluss in der Stadt, so Paul, wonach Salz nur in Ausnahmefällen erlaubt sei.

Bereits im vergangenen Jahr, als die Schneeräumer schon einmal den Neumarkt in einen Matschplatz verwandelt hatten, gelobte die Stadt Besserung. Ein Versprechen, das gebrochen wurde. Eine trübe Pampe hat gestern dort jedem Besucher und erst Recht den Kindern den Spaß verdorben. Und die Stadt machte den Bürgern vor, was diese tunlichst lassen sollten: Sie streute Salz.

Laut Pressestelle der Stadt war dies allerdings ein Versehen: Eigentlich sollte Granulat verteilt werden, es habe sich jedoch noch "ein Rest Salz" auf dem Wagen befunden, so die offizielle Version. Entschuldigend hieß es: "Das war keine Absicht." (gei)

Gebündelt sollte es sein, doch nicht gerodet (1.3.05)

Gebündelt muß er und bis maximal zwei Kubikmeter umfangreich darf er sein: Dann wird angefallener Baum- und Strauchabschnitt in der Woche vom 14. bis zum 18. März auch aus dem Frankenberger Viertel gebührenfrei von der Stadt abgeholt. Dabei sollte der Baum- und Strauchschnitt in Paketen von maximal 1,5 Metern Länge und bis zu 20 Kilogramm schwer mit Naturschnüren verpackt sein. In diesem Zusammenhang weist die Stadt darauf hin, dass bis zum 30. September Hecken und Gebüsche weder gerodet noch "auf den Stock gesetzt" werden dürfen (außer notwendigem, maßvollem "Pflegeschnitt" außerhalb von Brutzeiten). Wer es dennoch tut, riskiert ein Bußgeld. Die Gründe für das Verbot: Hecken- und Sträucher dienen Vögeln, Insekten, kleinen Säugetieren. Reptilien und Amphibien als Unterschlupf und Schlafgelegenheit sowie als Futterquelle. (wtt)

RED - das Nichtraucher-Restaurant

Im ehemaligen Restaurant “Limone” in der Schlossstraße ist eine neue Zeit angebrochen: RED, das erste Aachener Nichtraucher-Restaurant. Gemäß dem Namen ist das Restaurant in warmes Rot getaucht. Die Preise der Hauptgerichte liegen zwischen 10,00-15,00 €. Laut Eigenwerbung sollen die Attribute “kulinarisch - lustvoll - exotisch - sinnlich - . . . . . “ sein - einfach aus Leidenschaft. Öffnungszeiten: Mi.-So. 18-23 Uhr. Wir wünschen viel Erfolg!

Zum Februar 2005