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Die architektonischen Besonderheiten des Frankenberger Viertels
Informationen über Geschichte und Architektur des Frankenberger Viertels von Dr. Adam Oellers
Fotos W. Dussin © 2001

Der erste Bebauungsplan wurde 1873 erstellt und sah die Bebauung auf dem Gebiet der ehem. Gemeinde Burtscheid und einem Teil der Stadt Aachen vor.
Die  Hauptbauzeit war zwischen 1874 und 1910. Erschließung und Verkauf wurde von der “Frankenberger Baugesellschaft AG” abgewickelt. Daraus entstand das größte planmäßig ausgebaute Gründerzeitviertel
der Stadt Aachen, mit eigenem Marktplatz, Kirche und Burg mit Park.

Hauptsächliche Haustypen/Stilformen

1. Neoklassizistische Hausfassade

70er Jahre

2. Allgemeiner Historismus

- Neorenaissance
- Neobarock
- Neogotik

späte 80er bis frühe 90er Jahre

3. Mischformen des Historismus

90er Jahre

4. Mischformen und Phantasiearchitektur

späte 90er J.

5. Jugendstil

1900-1910

6. Rückkehr zu einfachen/strengen Formen

1910 ff.

Grundrisse:
 

80 % Aachener Dreifensterhaus
10 % herrschaftliche Stadtpalais
10 % große Mietshäuser

Stadtpalais im Neo-Renaissonce-Stil mit seitlicher Kutscheneinfahrt
Architekt: Eduard Linse 1892
Bauherr: Hauptmann Charlier (ehem. Wohnsitz v. Graf Lambsdorff) Rehmannstr. 8

Rückseite mit Kutscherhaus

Das Kutscherhaus im Garten

Reich verzierte Stuckdecken

Innendetails

Rechts: Das Treppenhaus

Jugendstilhaus von 1907 / Rehmannstr. 6

Eingang

Die Detailansicht zeigt noch einige Mixelemente wie Renaissance-Dekor

Fassadendetail:
Jugendstil 1906
Rehmannstr. 2

Großes Mietshaus Rückkehr zur strengen, einfachen Fassade
Schloßstr. 22
(Anf. 20. Jh.)

Doppelwohnhaus “Luisenbad”
Im Hof war die ehem. Thermalquelle
“Pockenpützchen” (Mephistoquelle)
Schloßstr. 24
(Anf. 20. Jh.)

Historismus mit eigenen Phantasiearchitekturen 1894
Architekt: Albert Schneiders, bei dem Ludwig Mies van der Rohe Lehrling war
Ecke Schloß-/Zollernstr.

Historismus mit eigenen Phantasiearchitekturen 1898. Zur Straßenkreuzungsbetonung Ecktürmchen (s. auch li.)
Ecke Zollern-/Lothringerstr.

1. Phase des Historismus: 1876
Strenge Neoklassizistsche Architektur mit tempelartiger Eckfront
Ecke Lothringer-/Brabantstr.

1875 Neoklassizismus mit Renaissance-Dekor. Seitlicher Eingang mit Loggia.
Bauherr: Hofrat Brüggemann
(Vorstand Frankenberger AG)
Oppenhoffallee 6

1887 Stadtpalais:
Neo-Renaissance-Palais mit neobarockem Stuck
Architekt: E. Linse
Oppenhoffallee 18

Kutscherhaus des nebenstehenden (li.) Stadtpalais in klassizistischer Tempelform

1887
Rückseite Loggia des Hauses Bismarckstr. 65
Architekt: E. Linse

1887 Neorenaissance mit zurückhaltender Eleganz, jedoch mit echten Materialien erbaut, statt mit Stuck (Protz).
Architekt: Karl Henrici
Bauherr: Tuchfabrik. Kleinschmidt, Oppenh. 20

1879 Neo-Renaissance-Palais mit seitlichen Rosaliten
Bauherr: Bauunternehmer Steffens (plante das “Steffensviertel” 1870/74ff.)
Das hohe Hauptgeschoß ist heute in 2 Geschosse unterteilt.

1894 Historismus und Phantasiearchitektur, Mischformen der Neoromanik, Neogotik bis Neobarock
Architekt: Albert Schneiders
Oppenhoffallee 76

1896 Pracht-Stadtpalais: Mischformen Neogotik/Neorenaissance mit Ecktürmchen, Giebel, Balkon, Erker
Erbaut von Regierungsbaumeister Frentzen für den Tuchfabrikanten Schüll

Foyer: Freitreppe und Lichthof zum 1. Stock

Foyer: Gaslaterne im Renaissancestil

Foyer:
Reanissance-
Elemente auf Türblatt mit
schmiedeeiserner Klinke

Salon mit 3er-Fenstergruppe und Renaissancekassetten-
decke sowie Gaslampe

Speisezimmer mit Blick in den Wintergarten mit Grottendekoration, Renaissancekassettendecke und Gaslampe

Speisezimmer
neogotischer Türaufsatz,
Neorenaissancedecke

Neogotische Türumrahmung im Salon

Neogotischer Kamin mit Uhr im Speisezimmer

Neogotischer Schrank im Speisezimmer

Großes Kutscherhaus mit Zufahrt von der Triebelstr.

 

 

 

 

Gründerzeit